Aus der Presse
"Unsere Lieblinge": Festes Programm? Schau mer mal!
Main-Post v. 25.11.2011
Wenn Funk-Songs und Volksmusik miteinander verschmelzen
Hey, wo hat sich nur die Band versteckt?, fragt der perplexe Zuhörer, der die Augen schließt und der Musik lauscht, die den fantastischen Gesang von „Unsere Lieblinge“ begleitet. Auf der Bühne stehen doch nur zwei Instrumente: Kontrabass und kleine Trommel mit Becken.
Es ist genial, wie Stefan Noelle mit Schlagzeugbesen aus der Snare-Drum einen Klangteppich heraus streichelt, rührt und schlägt. Und es ist brillant, wie Alex Haas auf dem Kontrabass Akkorde herauszupft und streicht, als spiele er auf einem Harmonium.
Die musikalische Genialität und Lockerheit gepaart mit feinsinnigem Wortwitz macht „Unsere Lieblinge“ so einzigartig.
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Listiger Gnom und Meister der Sprache
Main-Post vom 25.10.11
Viel Gelächter und Nachdenklichkeit beim Kulturbunt-Abend mit Sigi Zimmerschied
(chw) Er ist eigentlich unbeschreiblich. Wie er den bayerischen Dialekt in eine Ursuppe verwandelt und daraus Melodien schöpft, die sogar ein Franke verstehen kann, ist einzigartig – Sigi Zimmerschied, der mehr ist als ein Kabarettist, stürzte seine Zuhörer ins Gelächter und in die Nachdenklichkeit.
Rund 100 Gäste von Kulturbunt waren in die Aula des Gymnasiums gekommen, um den alten Meister des bayerischen Kabaretts zu hören. Wie bei einer Lesung saß Zimmerschied vorne im Licht, der Saal im Dunkeln. Ohne groß Faxen zu machen, nur mit seiner unglaublichen Mimik und Gestik, ließ er die unterschiedlichsten Figuren vor dem inneren Auge entstehen.
Klofrau Matilde
Main-Post vom 25.9.11
„Wart amal“
Brigitte Obermeier begeisterte das Publikum
(as) Nein, es war kein lustig-philosophisches Theaterstück wie angekündigt. Es war ein tragisch-hintergründiges Bühnenspiel, das Brigitte Obermeier im voll besetzten Bocksbeutel-Keller auf Einladung von kulturbunt präsentierte. Martin Hanns hat das hintersinnige Schauspiel „Wart amal“ Obermeier auf den Leib geschrieben. Die Chefin des Sommerhaus-Theaters geht damit immer wieder auf Tour und demonstriert, dass sie eines mit Leib und Seele ist: eine Vollblut-Schauspielerin.
Leise kommt das Stück daher. Nervt anfangs, verwundert. Was will die 85-jährige Mathilde eigentlich erzählen mit den aneinandergereihten Geschichten aus ihrer Vergangenheit? Doch die Dramatik des Werks stimmt. Farbe bringen die Liedeinlagen ins Spiel und immer mehr schlägt Obermeier die Zuhörer in Bann mit deftig breitem, fränkischem Zungenschlag.
Fräulein Frieda und der Groschenroman 1324
Main-Post vom 11.5.11
Kulturbunt präsentierte ein literarisches Sahnehäubchen zum Muttertagskaffee
Gekonnte Mimik: Schauspielerin Marlies Ludwig begeisterte im Pfarrzentrum.
(Foto: Gerd Schaar)
(ghs) Alle zwei Jahre gibt es den literarischen Muttertagskaffee bei kulturbunt. Heuer hatte der Verein ins Pfarrzentrum eingeladen. Das kulturelle Sahnehäubchen auf den leckeren Torten und Kuchen war der Soloauftritt der Schauspielerin Marlies Ludwig. Als Fräulein Frieda präsentierte sie zur Freude der Gäste im proppenvollen Saal die Welt der Groschenromane auf allerhöchstem mimischen Niveau.
Mia Pittroff, ihr Laminat und Sabine
Main Post vom 18.4.11
„Wechn dera zwaa dd in der Middn"Kabarettistin Mia Pittroff: Warum die Franken den Buddhismus lieben müssten
Aus Bamberch kommt die Künstlerin und sie spricht ein so herrlich breites Mittelfränkisch, dass man gerne einmal wieder dorthin reisen möchte. Auf der Bühne der ausverkauften Markthalle steht Mia Pittroff und lässt völlig unverkrampft ihre hintersinnigen Geschichten aufs Publikum los, es ist so gemütlich, als würde man mit einer „Mouhäirdeggn" vor dem Kamin sitzen.
Aber dann kommt das Sockenproblem. Von der Frage ausgehend, was sie denn für den Hammelburger Auftritt anziehen soll, entwickelt sie das Problem der Überflussgesellschaft anhand eines ganz normalen Sockenkaufs. Ganz normal? – Der alltägliche Wahnsinn. Namensschildchen an Kleidern, mit Kleber, der nie wieder abgeht. Särge, die mit einer webcam ausgestattet sind. Pittroff bezieht ihr Publikum gerne ein, sie tut es völlig unaufgeregt, so dass die Menschen in den ersten beiden Reihen erleichtert aufatmen können.
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