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Aus der Presse

Fatih Çevikkollu - Auf der Suche nach Mitgefühl

 

HAMMELBURG (Jacqueline Vera Mihm/Mainpost vom 16.11.2017) 

Ein Kölner denkt vor - und die Hammelburger nach:

Der Auftritt von Fatih Çevikkollu bei Kulturbunt brachte das Publikum nicht nur zum Lachen. Immer wieder sucht der Kabarettist Fatih Çevikkollu das Gespräch mit dem Publikum. 

Aus Mitgefühl teilte einst Sankt Martin seinen Mantel und gab einen Teil einem Bettler.

In diesem Jahr war Fatih Çevikkollu nach Hammelburg gereist, um mit den Besuchern der letzten großen Kulturbunt-Veranstaltung in diesem Jahr seine Sicht seines Programms "EMFATIH" zu teilen. Prägnant, persönlich und direkt. Çevikkollu ist ein im eleganten Anzug und mit silbernen Zehentreter gewandeter Suchender. Er sucht, so auch auf der Bühne des vollbesetzten Hammelburger Wasserhauses, ein scheinbar nicht mehr überall zu findendes Gefühl: das Mitgefühl, die "EMFATIH". Davon scheint er selbst viel zu besitzen. Dies merkt das Hammelburger Publikum an der Geste, wie er mit einem kleinen weißen Falter umgeht, der sich just zum Programmbeginn auf seiner Anzugjacke niederlässt. Kurz wendet er dem kleinen Falter seine volle Aufmerksamkeit zu und trägt das Tierchen vorsichtig und achtsam zum Bühnenvorhang. Mitgefühl mit den Kleinsten und Schwächsten. Gelebte "EMFATIH" eben.

Der Kabarettist und Schauspieler rappt sich in den Abend hinein, nimmt die Zuhörer mit auf die Reise in bekannte und unbekannte Terrains: Von Gemüseläden über Politik bis hin zur Digitalisierung. Çevikkollu will aufklären, zeigen, dass manche Kopftücher und andere eine verschleierte Wahrnehmung von Realität haben. Mit spürbarer Ernsthaftigkeit, aber auch mit Humor und Charme, verfolgt er strategisch eine Mission, nämlich den Menschen den möglichen Schleier vor ihrem geistigen Auge "wegzureißen" und die Bilder im Kopf zu ordnen. Dabei ist es ihm wichtig, den Blick auf Fanatismus und seine vielfältigen Ausprägungen zu lenken. So manches Mal wird das Publikum still vor Betroffenheit, die Worte Çevikkollus reflektierend. Getreu seinem Motto "Wer die Wahrheit verhandelt, muss die anderen zum Lachen bringen, sonst bringen sie ihn um!," glaubt er. "Sei im Moment, lache jetzt!", peitscht er dann immer ein und die Spannung bei den Anwesenden löst sich. Hammelburg lacht. Die Faschingszeit hat auch begonnen, was der Kölner interessiert thematisiert und die Zugehörigkeit des Publikums in Karnevalsvereinen abfragt. Es hallt "Kölle Allah" im Wasserhaus und schwungvoll geht es weiter im Programm mit oft unvorhergesehen Wendungen. Immer wieder sucht Çevikkollu die direkte Interaktion mit den Anwesenden, manchmal aber danach auch den Faden seines eigentlichen Programms. Hierbei bekommt er Hilfestellung, denn er scheint die Herzen sehr vieler hier im Wasserhaus Anwesenden erobert zu haben.

Klar zu erkennen ist, dass für Fatih Çevikkollu das Kabarett ein Denkraum ist: Er denkt vor und das Publikum nach. Gekonnt springt er rasant von einem Thema zum nächsten, (er-)greift Worte, Situationen und Möglichkeiten. An diesem Abend erweitert er - zum Amüsement der Besucher der Kulturbunt-Veranstaltung - sein Wissen über deutsche Dialekte. Vielleicht findet das unterfränkische "Sudde" als Gülle-Äquivalent künftig Einzug in die Welt des Kabaretts? Nach tosendem Beifall gibt Fatih Çevikkollu noch eine gelungene Zugabe, zeigt singend seine musikalische Begabung. Davon hat er viele, und gerne schaut er wieder in Hammelburg vorbei. "Je öfter man kommt, desto schöner wird es!", schließt er.

Quelle: http://www.mainpost.de/regional/bad-kissingen/auf-der-suche-nach-mitgefuehl;art433648,9798220
© Main-Post 2017

 

 

20 Jahre kulturbunt

HAMMELBURG Kulturbunt feiert 20 Jahre (Arkadius Guzy 08. August 2017) 

Seit 20 Jahren bereichert Kulturbunt die Stadt mit originellen Veranstaltungen.

Nicht ohne Grund setzt sich der Vorstand des Vereins Kulturbunt aus 13 Frauen zusammen. "Wenn wir diskutieren, kommt kein Mann mit. Selbst wir müssen manchmal im Protokoll nachschauen, was schlussendlich besprochen wurde", sagt Annemarie Fell.

Annemarie Fell, Elfi Schäfer und Heike Zier haben sich spontan auf Zuruf per Whatsapp bei Heide Gerlach-Hirt am Wohnzimmertisch versammelt, um über Kulturbunt zu sprechen. Anekdoten aus der Gründungszeit, Anregungen fürs kommende Programm und Vorschläge für die Geburtstagsparty am Freitag mischen sich im Gespräch bunt durcheinander. Am Ende wird vor allem eine Sache klar: wie assoziativ die Ideen für die außergewöhnlichen Kulturbunt-Veranstaltungen entstehen. Mit ihnen setzt der Verein seit 20 Jahren Marksteine im Jahreslauf. Ein origineller Leitgedanke verbindet sich dabei immer mit einem originellen Veranstaltungsort und einer liebevollen Dekoration zu einem rundum gelungenen Erlebnis - sei es eine Lesung in einer Gärtnerei, eine Filmvorführung in einem Friseursalon, der Kunsthandwerkermarkt "Klein Montmartre" an der Stadtmauer oder venezianische Stimmung auf dem Rentamtsweiher, um nur einige Beispiele aus der Vergangenheit zu nennen.

"Außer den Weinfesten war in Hammelburg früher nichts los", sagt Heide Gerlach-Hirt. So überlegten Karin Wengerter, Barbara Stross und sie vor 20 Jahren, daran etwas zu ändern. Das Trio rief Bekannte und Gleichgesinnte zu einem Treffen zusammen. Daraus formierte sich dann der Verein Kulturbunt. Ziel war es vor allem, Kabarett und Kleinkunst nach Hammelburg zu holen, denn das fehlte. Kulturbunt knüpfte Kontakte zu Agenturen und schaffte es über die vergangenen 20 Jahre, viele Künstler für einen Auftritt in Hammelburg zu gewinnen. Etliche namhafte Vertreter aus der Kabarett-Szene waren bis heute darunter. Einige spielten in der Stadt, noch bevor sie richtig deutschlandweit bekannt waren. "Wenn ein Künstler erst einmal im Fernsehen ist, ist er für uns eigentlich schon meist zu teuer", erklärt Gerlach-Hirt. Gage, Miete für den Veranstaltungsort und Kosten für die Unterbringung des Gastes - schnell kommt einiges zusammen. Außerdem berichten die Kulturbunt-Frauen, dass die Anforderungen an Licht- und Tontechnik von den Agenturen immer höher geschraubt werden. Mit seinem Equipment kann der Verein nicht immer mithalten. Und dann stellen die Künstler eigene Ansprüche. "Ein bisschen Obst, keine Banane", wirft Fell als Beispiel für eine der Allüren ein. Gerlach-Hirt kann sich noch sehr gut daran erinnern, wie einer der bekanntesten Kabarettisten in Deutschland ihr gegenüber richtig ausfallend wurde, weil ihm der Winzerkeller nicht passte. Daher und weil mittlerweile auch die Vereine ringsum Kabarettisten engagieren, ist der Umfang im Jahresprogramm reduziert.

Die Kleinkunst spielt aber nach wie vor eine Rolle für Kulturbunt. Sie gehört zum Jahreslauf genauso dazu wie die besonderen Veranstaltungen und das Programm-Kino, für das Barbara Stross die Filmauswahl trifft. "Sie ist unsere Cineastin", meint Gerlach-Hirt.

Für die Planung trifft sich das Vorstandsteam im Frühjahr zu einem Workshop. Gerlach-Hirt erklärt: "Es ist meistens eine Fahrt mit Übernachtung. Wir sitzen dann den ganzen Tag zusammen. Im Gespräch sammelt sich einiges an Ideen. Am Abend geht es dann im besten Fall noch in eine Kabarettvorstellung." Es ist im Prinzip nicht viel anders als jetzt bei ihr zu Hause am Tisch: Eine sagt etwas, die anderen setzten etwas drauf.

Das Programm für 2018 steht schon. Es gibt unter anderem Kabarett mit einer Künstlerin aus der Poetry-Slam-Szene. Damit versucht Gerlach-Hirt, jüngeres Publikum zu binden. Denn der Verein braucht neue Helferinnen und Helfer - insbesondere für die Technik - und Kandidatinnen für den Vorstand, wobei der nur nach außen formell auftritt. Im Grunde handelt es sich um eine lockere Runde. Und es gab in der Geschichte des Vereins sogar einmal drei Männer im Team.

Der Verein Kulturbunt feiert am Freitag, 11. August, eine Geburtstagsparty auf der Museumsinsel (Zugang nur über das Eingangstor an der Herrenmühle). Beginn ist um 20 Uhr. Die Band "The Wonderfrolleins" macht Stimmung mit Schlagern aus den 1950er und 1960er Jahren. Dazu leben der Partyigel und andere für die damalige Zeit typische Speisen und Getränke neu auf. Wer an dem Abend im Petticoat erscheint, darf sich über eine kleine Überraschung freuen. Es gibt außerdem eine Tombola. Kulturbunt lässt einen Zeltpavillon auf der Museumsinsel aufstellen, sodass bei jedem Wetter gefeiert und getanzt werden kann.

Quelle: http://www.mainpost.de/regional/bad-kissingen/kulturbunt-feiert-20-jahre;art433648,9662788
© Main-Post 2017

 

   

Naschmarkt auf dem Viehmarkt

HAMMELBURG (Winfried Ehling / Mainpost, 28.05.2017)

Der erste NASCHmART in Hammelburg war ein voller Erfolg. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen. Zudem wird der Platz vielleicht bald bewirtschaftet.

"Ein Bierchen in Ehren kann niemand verwehren", meinte die junge Besucherin , die das Craft-Bier beim ersten NASCHmART in Hammelburg verkostete, den der Verein "kulturbunt" organisiert hatte.

Überaus regen Zuspruchs erfreute sich die Saalestadt, die ihren ersten NASCHmART zelebrierte und damit den Viehmarkt wieder einmal belebte. Der Verein "kulturbunt" zeichnete für die Veranstaltung verantwortlich, der damit den Optimismus auf weitere Events auf dem meist unterprivilegierten Platz aufrecht hielt. Kunst (ART) und lukullische Genüsse zum Verkosten (NASCH) flossen hier zusammen. Denn das Angebot mutete nicht nur appetitlich sondern manchmal auch regelrecht künstlerisch an.

Wer konnte widerstehen bei den verführerischen Kuchen, Torten und Backwaren der kulturbunt-Damen, beim spritzigen Quitten-Secco aus Astheim, bei italienischen Häppchen vom Tee- und Feinkostladen "Sasch" oder den selbst hergestellten Marmeladen und Bränden aus Fellas Bauernladen?

"Der Wiener Naschmarkt war unser Vorbild - natürlich nicht in dieser Größe", informiert Heide Gerlach-Hirt, die Sprecherin von kulturbunt, die mit ihren Helferinnen 17 Naschmarkt-Beschicker für die Idee gewinnen konnte. "Auch die Stadt unterstützte uns mit Stromverteilern und Wasser", fügt sie hinzu. "Wir haben in Frage kommende Markthändler in der Stadt, den Stadtteilen und der Region angeschrieben und das kam dabei heraus. Vielleicht ist der Markt ein Anstoß für weitere Veranstaltungen auf dem Viehmarkt. Aber wir sind auch bereit eine Wiederholung aufzulegen", erklären Gerlach-Hirt und ihre Stellvertreterin Andrea Mohr unisono.

Bier aus Eigenproduktion "Befrei dich - trink Craft", war auf einem Plakat für amerikanisches Bier zu lesen. David Renninger bewarb damit seine Eigenprodukte, mehrere Biersorten, die er selbst in seiner "Libertus"-Brauerei herstellt. Der Amerikaner mit deutschen Vorfahren ist der Schwiegersohn des Gastwirt-Ehepaars Wüscher vom "Goldenen Kreuz" in Untererthal. Er will den Deutschen seine Produkte schmackhaft machen. Bis Ende Juni will der Brauer seine Biere auf Flaschen aufziehen.

Zwischen der Kräuterfrau und dem Weinstand des Förderkreises Heimatmuseum und Denkmalpflege findet sich ein Eckchen in dem Maria Rinecker Brotschnittchen mit vegetarischem oder veganem Aufstrich bestreicht. Hans und Elli aus München, die für einige Tage in Ochsenthal logieren, probieren neugierig die unbekannten Speisen aus altem Rezept mit Gelbes Linschen, Aumer Erbschen, Scharfer Käs und Grumbirns Käs. "Das ist gar nicht schlecht", meinen sie. "Mal was anderes als Leberkäs oder Weißwürste. Kartoffelkäse habe ich noch nicht gegessen. Vielleicht probier ich das Rezept mal selbst aus", sagt die Gattin.

Für Kinder war der Nasch-Markt ein Eldorado. Nicht nur Süßes gab es, sondern auch einen Brunnen in der Nähe. Und so plantschten die Jüngsten vergnügt bei sommerlichen Temperaturen im Wasser.Die Erwachsenen frönten dem Kaffee und Kuchen, begutachteten die Käsesorten aus Untereschenbach oder verkosteten den Quittenwein- oder -saft des Mustea-Teams von Marius Wittur aus Untereisenheim, der sogar über einen Quitten-Lehrpfad verfügt.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten "George" Uebel und Melvin Beck.

Eine Delikatesse, nämlich frischen, handgeschleuderten Honig aus eigener Produktion, hielt Michaela Seufert aus Untereschenbach parat. Seit mehreren Jahren in dieser Sparte tätig, besitzt das Ehepaar Seufert 30 Bienenvölker und vermarktet Honig und weitere Imkerei-Produkte wie Propolis und Honig-Körperpflegemittel aus eigenem Bestand.

Auch Bürgermeister Armin Warmuth weilte mit seiner Familie am Vormittag bei der Premiere. Die Freude über die Belebung des Viehmarkts stand ihm ins Gesicht geschrieben. Ein Gastronomie-Betrieb bemüht sich derzeit um die Platz-Bewirtschaftung. Er hat einen Antrag bei der Stadt gestellt, der an das Landratsamt weitergeleitet wurde. Gefragt nach einer Einschätzung, antwortete Warmuth: "Die Chancen dafür stehen gut". Ein positives Echo kam auch aus den Reihen der Marktbeschicker. Sie lobten die Idee und die Nutzung des Viehmarkts für diesen Zweck. Die Aussage: "Da kann man noch mehr draus machen" lässt hoffen, dass hier ein zweites Markt-"Kleinzentrum" nebst Bewirtung entsteht.


Quelle: http://www.mainpost.de/regional/bad-kissingen/Am-Viehmarkt-kehrt-Leben-ein;art770,9606897

   

Kulturbunt gehen die Ideen nicht aus

Main Post vom 22. März 2017

Damit es mitVorstand herrler der Kleinkunst in Hammelburg auch künftig weiter erfolgreich gehen kann, wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Auch nach 20 Jahren aktiver Kulturarbeit in und um Hammelburg sind dem kreativen Verein "kulturbunt" die Ideen noch nicht ausgegangen. Damit es mit der Kleinkunst auch künftig weiter gehen kann, wurde ein neuer Vorstand gewählt.
Als Vorsitzende für zwei Jahre wurde dabei Heide Gerlach-Hirt einstimmig gewählt. Ihre Stellvertreterin ist die langjährige Vorsitzende Andrea Mohr. Als Schatzmeisterin wurde Martina Bay in ihrem Amt bestätigt. Den Vorstand komplettiert Barbara Stross als Schriftführerin. Zum erweiterten Vorstand gehören Gudrun Lienert, Annemarie Fell, Birgit Pfeuffer-Lörch, Elfi Schäfer, Doris Kleinhenz und Edeltraud Herrler. Kassenprüferinnen sind Petra Riedel und Heike Zier.

Rückblick auf Mail-Art

Bei den üblichen Regularien, wie der Rückschau über das vergangene Jahr, glänzte vor allem das Projekt "Mail-Art", das anlässlich der 1300-Jahr-Feier der Stadt Hammelburg von kulturbunt initiiert worden war. Hunderte Besucher bestaunten die Exponate aus aller Welt, die Kurator Roland Halbritter in der ehemaligen Schreinerei Heinickel publikumswirksam präsentiert hatte.
Kulturbunt hat das Jahresprogramm zwar etwas reduziert, kann aber dennoch mit einer bunten und abwechslungsreichen Auswahl an Events glänzen: Nächstes Highlight wird die Erweckung des Viehmarktes aus dem Winterschlaf sein: Beim "Naschmarkt" können die Besucher an vielen Ständen mit allen Sinnen genießen: von Käse über Pralinen, Tees, Marmeladen, edlen Bränden, köstlichen Kuchen bis zu Wein und selbstgebrautem Bier - für jeden Geschmack wird etwas geboten. Der Naschmarkt ist am Samstag, 27 Mai von 10 bis 18 Uhr. Dazu gibt es Straßenmusik, gemütliche Sitzecken und nette Gespräche. Der Wahlabend wurde beschlossen mit einer Auswahl von Kurzfilmen, die witzige, traurige und nachdenkliche Episoden aus verschiedenen Ländern zeigten.

 

   

Nichts für Hasenfüße - Josef Brustmann

Die Saale-Zeitung schreibt:
(7.2.17)

brustm1Meister Reinekes Alpenglühen: Ein wortgewandter Oberbayer begeistert kabarettinteressierte Unterfranken im Wasserhaus.
(…)
20 Jahre Kulturbunt, 20 Jahre hervorragende kabarettistische Vorstellungen: Josef Brustmann ließ die Zuschauer an diesem Abend an allerlei Politischem, allzu Menschlichem und Gesellschaftskritischem teilhaben. Schlau kam er daher, listig, wild und gerissen wie Reineke Fuchs. Dieser Fuchstreff war wahrlich nichts für Hasenfüße, da Brustmann es schaffte, den Knopf bei vielerlei Schwachpunkten der Gesellschaft gekonnt zu drücken: Liebe, Alter, Tod und Tierisches waren in den intensiven zwei Stunden seines Auftritts allgegenwärtig. Brustmanns vermittelte Stimmungen schwankten von melancholisch bis aberwitzig.
(…)
Die Zither erzitterte unter ACDC's "Highway to hell" und erfüllte das Wasserhaus mit sanften klassischen und volkstümlichen Melodien. Es war eindrucksvoll, was diesem Instrument unter Brustmanns gekonntem Spiel zu entlocken war. Jedoch nicht nur Saiten- und Blasinstrumente, sondern auch seine Stimmbänder beherrsche er und beeindruckte mit alpenländischen Jodelsequenzen.brustm2
(…)
Josef Brustmann hat einen unverbrämten Blick auf die Welt: Schläue und List scheinen besondere Formen von Wissen zu sein, von Weisheit. Weisheit durchschaut bekanntermaßen Verborgenes und blickt hinter den Schleier der Illusion. Fuchs Brustmann hat die beeindruckende Fähigkeit, diesen Schleier zu zerreißen und das Publikum dankte es ihm mit frenetischem Applaus, der willkommene musikalische und kabarettistische Zugaben bescherte.

(Jacqueline Vera Mihm)

 

   

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